Muss ich noch einen Datenschutzbeauftragten bestellen?

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„Einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, kostet mich nur Geld und außerdem muss ich dies nicht mehr.“

So oder ähnlich denken viele zurzeit, wenn man vordergründig nur die Mitarbeiterzahl des Unternehmens betrachtet. Sie werden sehen, dass die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten aber auch Geld einsparen kann. Deshalb zeigen wir Ihnen hier auf wie das möglich ist. Bzw. warum es dennoch sinnvoll ist, auch freiwillig, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, obwohl man es eigentlich nicht müsste.

Ende Juni 2019 hat der Deutsche Bundestag das zweite Datenschutzanpassungs- und Umsetzungsgesetz verabschiedet. Hierbei ist geplant, die im BDSG genannte Grenze für die Benennungspflicht eines Datenschutzbeauftragten von 10 Mitarbeitern auf 20 Mitarbeiter anzuheben. Nehmen wir mal an in Ihrem Unternehmen sind nur 14 Mitarbeiter beschäftigt, die ständig personenbezogene Daten verarbeiten. Dann wären Sie unter dem geplanten neuen Grenzwert.

Sie müssen dennoch einen Datenschutzbeauftragten bestellen, wenn:

  1. Ihr Unternehmen eine Behörde ist (Art. 37 Abs. 1 lit. a DSGVO).
  2. Ihre Kerntätigkeit eine umfangreiche regelmäßige und systematische Überwachung von betroffenen Personen erforderlich macht (Art. 37 Abs. 1 lit. b DSGVO)
  3. Ihre Kerntätigkeit in der umfangreichen Verarbeitung besonderer Kategorien von Daten gemäß Artikel 9 DSGVO oder von personenbezogenen Daten über strafrechtliche Verurteilungen und Straftaten gemäß Art. 10 DSGVO besteht.
  4. Sie verpflichtet sind, für bestimmte Prozesse Ihres Unternehmens eine Datenschutzfolgenabschätzung vorzunehmen (§ 38 Abs. 1 Satz 2 BDSG).
  5. Sie personenbezogenen Daten geschäftsmäßig übermitteln (§ 38 Abs. 1 Satz 2 BDSG).

Dies alles trifft auf Sie nicht zu und Sie haben weniger als 20 Beschäftigte? Glückwunsch! Dann ist die Benennung eines Datenschutzbeauftragten für Sie zukünftig wohl freiwillig!

Aufgaben rund um den Datenschutz

Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie sich nicht mehr mit Datenschutz beschäftigen müssen. Es bedeutet nur, die Arbeit des Datenschutzbeauftragten müssen nun Sie ganz allein machen. Sie müssen Fachwissen rund um das Datenschutzrecht erwerben. Also DSGVO, BDSG, LDSG, usw. gut kennen und umsetzen können. Die Einschätzungen der Datenschutzkonferenz und anderer relevanter Stellen kennen, aktuelle Gerichtsentscheide monitoren. Datenschutzerklärungen und Einwilligungen erstellen, Risikobewertungen Ihrer Prozesse durchführen, Ihre Mitarbeiter sensibilisieren und schulen. Hinzu kommt, dass Sie sich mit Betroffenenanfragen und den Aufsichtsbehörden auseinandersetzen müssen. Können Sie sich selbst und Ihrem Unternehmen das Gefühl geben, immer auf der sicheren Seite des Datenschutzes zu stehen?

Bedenken Sie: ein einzelner Datenschutzvorfall kann Sie bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4% Ihres weltweiten Konzernvorjahresumsatzes kosten. Wollen Sie das?

Wir, das Team der Konzept 17, unterstützen Sie dabei. Bestellen sie uns als Ihren externen Datenschutzbeauftragten. Damit treffen Sie eine gute Vorsorge. Sie minimieren das Risiko von Datenschutzpannen, Schadensersatzklagen, Bußgeldern und nicht zuletzt Imageschäden. Außerdem sparen Sie Kosten ein. Viele unserer Mandanten sind Klein- oder Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, die uns gern und freiwillig Ihr Vertrauen schenken. Bei uns ist Datenschutz für Kleinstunternehmen schon ab 29,00 Euro zzgl. MwSt. möglich. Sollten Sie also Hilfe beim Thema Datenschutz in Ihrem Unternehmen benötigen, unterstützen wir Sie gern.

Wir sind Ihr zuverlässiger Partner in Sachen Datenschutz, IT-Sicherheit, IT-Compliance und Business Continuity.