Hotelaufenthalt – Was darf ein Hotel an Daten verlangen?

| gepostet in Datenschutz

Jeder von uns kennt es, wir haben eine Hotelübernachtung reserviert und müssen bei der Anreise einen sogenannten Meldeschein ausfüllen. Doch welche Daten müssen wir wirklich Preis geben?

Das Meldegesetz der Länder und auch das ab dem 1. November 2015 in Kraft tretende Bundesmeldegesetz schreibt vor, dass bei der Anreise bzw. beim Einchecken in das Hotel ab einer gewissen Aufenthaltsdauer ein sogenannter Meldeschein ausgefüllt werden muss. Dieser Meldeschein darf allerdings nur folgende Daten gegenüber seinem Gast erheben:

  1. Familienname
  2. Vornamen
  3. Geburtsdatum
  4. Aktuelle Anschrift
  5. Staatsangehörigkeit
  6. Daten der An- und Abreise

Alle übrigen Angaben, wie zum Beispiel die E-Mailadresse, Telefonnummer oder auch Hobbies sind freiwillige Angaben. Etwas merkwürdig jedoch erscheint die Regelung über die Vorlage eines Ausweisdokumentes (Personalausweis/Pass). Denn Inländer müssen diesen nicht vorlegen, Ausländer hingegen schon. Dies bedeutet, dass das Hotel den Angaben über die Nationalität des Gastes glauben muss. Anders allerdings wird dies, sobald ein Gast sein reserviertes Zimmer nicht im Voraus zahlen möchte. Hier hat das Hotel einen Anlass, um die Identität des Gastes zu überprüfen.

Unverständnis löst oftmals auch die Tatsache aus, dass ein Gast, welcher sein Hotelzimmer bereits vor dem Einchecken bezahlt hat, die Kreditkarte aber trotz dieser Tatsache verlangt. Hintergrund hierbei ist, dass das Hotel sich absichert für den Fall, dass der Gast kostenpflichtigen Service in Anspruch nimmt.

Ob ein Hotelzimmer in Schleswig, Itzehoe, Kiel, Heide oder Husum, jedes Hotel muss diesen Richtlinien folgen.
Sollten Sie Fragen oder einen generellen Austausch zum Thema Datenschutz in Ihrer Region wünschen, kontaktieren Sie uns bitte!